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Veranstaltung: Tünche und Kompromisse – Naturschutzfilme in der DDR
Mittwoch, 22. April 2026, 19:00 Uhr, Filmmuseum Potsdam; im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung ACHTUNG EULE! EIN ZEICHEN FÜR DEN NATURSCHUTZ, Einführung: Ralf Forster
Der DDR-Naturschutzfilm knüpft an die reiche Tradition des Ufa-Biologiefilms an. Doch seine Inhalte müssen sich – wie der Naturschutz selbst – den politischen Prämissen unterordnen: Erholung der Werktätigen, industrialisierte Landwirtschaft, Flächen für Stadterweiterungen. So handeln die Filme oft von Kompromissen wie DIE VERBOTENEN INSELN, in dem das zähe Ringen um den richtigen Zeitpunkt für den Rinderauftrieb in ein Vogelreservat gezeigt wird.
Mutig sind die Kurzfilme dennoch, weil sie auch Konflikte benennen und einen konsequenten Naturschutz einfordern. In den 1980er Jahren nimmt die Kritik am Raubbau der Ressourcen zu und die vielen ehrenamtlichen Naturschutz-Helfer*innen kommen nun häufiger vor die Kamera.

