Filmprogramme

Schmalfilme sind grandiose Sammlerstücke, ob im Format 8-, 9,5- oder 16mm. Sie leben vom Reiz der mechanischen Filmprojektion mit allen Geräuschen und O-Tönen, viele benötigen einen Live-Kommentar. Diese Heim-, Privat- und Lehrfilme haben Wohnzimmer- oder Klassenraumqualität, die Vorführung wird jedoch hautnah erlebt.

Oft sind Schmalfilme Repliken des „großen“ Kinos. Zusammengestaucht auf fünf bis 20 Minuten entwickeln sie eine eigene überraschende Ästhetik, die heutigen Sehgewohnheiten nahe kommt. Die gesamte Filmgeschichte liegt so prinzipiell auch auf Schmalfilm vor. Viele Streifen existieren allerdings nur in den kleinen Formaten, etwa Unterrichtsfilme für Kinder oder Werbefilme für reisende Vertreter.

Schmalfilme sind Belege einer neuen soziale Praxis und für die Mediengesellschaft an sich: Ab den 1930er Jahren wurden viele große Filme auch auf 8mm, 9,5mm oder 16mm kopiert und Privatleuten oder Vereinen angeboten. In der Heimperformance vermischte sich Selbstgedrehtes mit Kauf- oder Leihfilmen. Zugleich zogen Schmalfilme in die Schulen ein und veränderten die Unterrichtsabläufe nachhaltig. Werbefilme blieben nicht mehr allein auf die Kinos beschränkt, sondern wurden zunehmend mobil eingesetzt.

Die buchbaren Kurzfilmprogramme eröffnen Blicke auf eine andere, populäre Filmgeschichte. Sie spielte sich ab in Wohnzimmern, Klassen- und Vereinsräumen oder auch Ladenschaufenstern. Wie in den historischen Vorbildern werden die Projektoren im Kinoraum aufgebaut, um ein hautnahes Filmerlebnis zu schaffen. Viele Kurz- und insbesondere Trickfilme sind gerade für Kinder geeignet. Sie können den analogen Film entdecken und erfahren, wie er aussah, bewegt und auf die Leinwand projiziert wurde.

Die beispielhaft aufgeführten Programme haben eine Länge von 75 bis 95 Minuten. Da es sich meist um Kurzfilme handelt, ist eine Pause pro Vorstellung sinnvoll. Filme, Vorführtechnik (Normal 8-, Super 8-, 9,5mm- und 16mm-Projektoren), Soundverstärker und Kinoton-Box werden von Ralf Forster gestellt, ggf. auch eine Leinwand. Der Veranstaltungsraum sollte zu verdunkeln sein und eine Kapazität von 150 Personen nicht überschreiten.

Zur Leistung gehören die Filmvorführung, wenn gewünscht eine wissenschaftliche Einführung und ein Begleitblatt für jeden Besucher.

Die Programmangebote beinhalten nicht die Zusicherung einer Rechtefreistellung. Urheberrechtliche Klärungen haben durch die Veranstalter zu erfolgen.