Aktuell

Konferenzbeitrag: Ferien für Alle und Urlaub in Devisenhotels – Reisewerbefilme aus der DDR

Mittwoch, 25. März 2026, 15 Uhr, Universität Erfurt, Max-Weber-Allee, C21 – Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ), Hörsaal 2;
Innerhalb der Fachtagung „DEFA-Grenzenlos: Mobilität und Raum“, 25. bis 27. März 2026 an der Universität Erfurt

Veranstaltung: Tünche und Kompromisse – Naturschutzfilme in der DDR

Mittwoch, 22. April 2026, 19:00 Uhr, Filmmuseum Potsdam; im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung ACHTUNG EULE! EIN ZEICHEN FÜR DEN NATURSCHUTZ, Einführung: Ralf Forster

Veranstaltung: Open Screening

Donnerstag, 7. Mai 2026, 19:00 Uhr, im Kinoclub Alte Garage, Musikbar Die Alte Garage, Großbeerenstraße 97, 14482 Potsdam-Babelsberg

Ausstellung: ACHTUNG EULE! EIN ZEICHEN FÜR DEN NATURSCHUTZ

Sonderausstellung im Naturkundemuseum Potsdam, kuratiert von Jeanette Toussaint, Ralf Forster und Ina Pokorny;
12. Dezember 2025 bis 13. September 2026, Dienstag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr; 14467 Potsdam, Breite Straße 13

Buch: Heimkino auf Ozaphan. Mediengeschichte eines vergessenen Filmmaterials. Berlin: CineGraph Babelsberg 2020 (= Filmblatt-Schriften; 11)

Die Popularisierung des Heimkinos begann in den 1930er Jahren. Erstmals konnten sich breitere Bevölkerungskreise ein Kino zu Hause leisten. Einen wichtigen Anteil daran hatte der aus Cellophan hergestellte, schwer brennbare Ozaphan-Film.

Ausstellung: ACHTUNG EULE! EIN ZEICHEN FÜR DEN NATURSCHUTZ

Sonderausstellung im Naturkundemuseum Potsdam, kuratiert von Jeanette Toussaint, Ralf Forster und Ina Pokorny;
12. Dezember 2025 bis 13. September 2026, Dienstag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr; 14467 Potsdam, Breite Straße 13

Wer durch Brandenburgs Wälder, Wiesen oder Moore spaziert, begegnet ihr fast zwangsläufig: der schwarzen Waldohreule auf gelbem Grund. Seit nunmehr 75 Jahren markiert dieses kleine Schild geschützte Natur – und erzählt zugleich eine Geschichte von Idealismus, Engagement und kreativer Naturschutzpraxis. Das Naturkundemuseum Potsdam widmet der Naturschutz-Eule anlässlich ihres Jubiläums eine Sonderausstellung.

Ende der 1940er Jahre entwarfen Erna und Kurt Kretschmann in Bad Freienwalde mit Gleichgesinnten eine stilisierte Waldohreule. Das Symbol sollte zeigen, dass Natur und Landschaft besondere Pflege verdienen. Durch das Naturschutzgesetz der DDR von 1954 wurde die Eule zum offiziellen Zeichen geschützter Natur, sie erhielt jedoch erst in den 1980er Jahren das bis heute bekannte Design mit gelbem Hintergrund. 1991 regte die Umweltministerkonferenz sogar an, die Eule bundesweit zu verwenden – ein Schild über Ost und West hinweg.

Die Kretschmanns nahmen im Naturschutz eine echte Vorreiterrolle ein: Sie engagierten sich in Bildung und Praxis und schufen das „Haus der Naturpflege“, einen Lern- und Schaugarten, der bis heute als Ort der Naturvermittlung besteht. Dort wurden über 1.000 Gehölzarten gepflanzt, Themengärten angelegt und generationsübergreifend Wissen weitergegeben.

Die Ausstellung präsentiert historische Fotos, originale Eulen-Schilder aus verschiedenen Jahrzehnten, Dokumente, Radiobeiträge und Filmausschnitte. Sie erzählt von der Idee der Kretschmanns, ihrem Alltag im DDR-Naturschutz und der Verbreitung der Eule.