Aktuell

Veranstaltung: Narrenland ist abgebrannt. Hausbesetzungen in Potsdam 1992/93

Sonntag, 18. Oktober 2026, 11:00 Uhr; Filmmuseum Potsdam;
im Rahmen der Reihe Brandenburgs Filmerbe entdecken;
Einführung: Ralf Forster, zu Gast: Dietmar Hajduk

Ausstellung: ACHTUNG EULE! EIN ZEICHEN FÜR DEN NATURSCHUTZ – verlängert bis März 2027!

Sonderausstellung im Naturkundemuseum Potsdam, kuratiert von Jeanette Toussaint, Ralf Forster und Ina Pokorny;
12. Dezember 2025 bis 28. März 2027, Dienstag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr; 14467 Potsdam, Breite Straße 13

Buch: Heimkino auf Ozaphan. Mediengeschichte eines vergessenen Filmmaterials. Berlin: CineGraph Babelsberg 2020 (= Filmblatt-Schriften; 11)

Die Popularisierung des Heimkinos begann in den 1930er Jahren. Erstmals konnten sich breitere Bevölkerungskreise ein Kino zu Hause leisten. Einen wichtigen Anteil daran hatte der aus Cellophan hergestellte, schwer brennbare Ozaphan-Film.

Buch: Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR. München: edition text + kritik 2018

Das umfangreiche Buch von Ralf Forster untersucht einen wichtigen Bereich organisierter Freizeitbetätigung in der DDR. In 40 Jahren schufen rund 900 Amateure mehr als 10.000 Filme.

Buch: Die Kinderzeitschrift BUMMI. Vom Spielzeugland in die ostdeutsche Wirklichkeit. Reckahn 2017

Das Begleitbuch zur Ausstellung im Rochow-Museum Reckahn ist das Ergebnis der ersten umfassenden kulturwissenschaftlichen Untersuchung der Kinderzeitschrift BUMMI.

Veranstaltung: Narrenland ist abgebrannt. Hausbesetzungen in Potsdam 1992/93

Sonntag, 18. Oktober 2026, 11:00 Uhr; Filmmuseum Potsdam;
im Rahmen der Reihe Brandenburgs Filmerbe entdecken;
Einführung: Ralf Forster, zu Gast: Dietmar Hajduk

Dortu 65, Gutenberg 95, Fabrik, Villa Bertini: 1991 war Potsdam wild und gemessen an der Einwohnerzahl die Stadt mit den meisten Hausbesetzungen in Deutschland. Es herrschte Wohnungsmangel, viele Gebäude zerfielen und die politische Wende hatte gesellschaftliche Freiräume ermöglicht. Links-alternatives Leben wurde ein Kulturfaktor in Potsdam, geliebt, geduldet und bekämpft.
Zwei seltene Filme haben diese besondere Situation dokumentiert, die seit langer Zeit wieder im Kino zu sehen sind: NARRENLAND IST ABGEBRANNT und LEBEN IM BESETZTEN HAUS. Sie blicken auf eine lebendige Szene, als erste Räumungen bereits stattgefunden haben. Diese werden aber nicht gezeigt; stattdessen kommen die Betroffenen zu Wort, auch die Bevölkerung im Kiez.
Da beide Filme unvoreingenommen auf den Alltag der Besetzer*innen schauen, bleiben auch ihre Lebensentwürfe bestehen. Nebenbei wurde viel Kunst festgehalten, die vergessene Band Nuffty etwa und die „Große Aufführung des nekrophilen Kabinetts“ am 1. Mai 1992 in der Reithalle Schiffbauergasse.