Schmalfilme mit Geschichten

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Die Kinderzeitschrift BUMMI. Vom Spielzeugland in die ostdeutsche Wirklichkeit

Begleitbuch zur Ausstellung im Rochow-Museum Reckahn

Seit 60 Jahren begeistert die Vorschulzeitschrift BUMMI Kinder mit Angeboten zum Lesen, Basteln und Spielen. Titelheld ist ein gelber Bär, der 1957 aus dem Spielzeugland nach Berlin zog. In der DDR sollte er Drei- bis Sechsjährigen das Leben in einem sozialistischen Land erklären. Zugleich förderten Bildergeschichten, Mitmachaktionen, Rätsel, Lieder, Gedichte und Bastelbögen die Kreativität. Eltern und Kindergärtnerinnen nutzten das Magazin, um praktische Fähigkeiten zu vermitteln und Kinder politisch zu erziehen. Doch die Ideologisierung und Militarisierung in BUMMI erfuhr auch Ablehnung, insbesondere durch kirchliche Kreise.
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Das Begleitbuch zur Ausstellung im Rochow-Museum Reckahn ist das Ergebnis der ersten umfassenden kulturwissenschaftlichen Untersuchung von BUMMI. Jeanette Toussaint und Ralf Forster analysieren die Themen der Zeitschrift und folgen dem Weg des Bären in weite Bereiche des DDR-Alltags – und in die Gegenwart: BUMMI im Film, BUMMI als Namenspate für Produkte, Kaufhäuser und Kindergärten, BUMMI im Sport. Zu Wort kommen die langjährigen Chefredakteurinnen Ursula Böhnke-Kuckhoff und Sabine Drachsel. Originalzeichnungen von Illustratorinnen und Illustratoren zeigen die künstlerischen Handschriften der Zeitschrift.
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Der Band zum Preis von 15 EUR kann im Rochow-Museum Reckahn bestellt werden.

HOME MOVIE COME BACK. Amateurfilm gestern und heute

Ein Projekt, kuratiert von Ralf Forster und Oliver Hanley

Ausstellung: 7. Juli – 4. November 2018
Filmreihe: 11. – 25. Oktober 2018
Home Movie Day: 20. Oktober 2018
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im Filmmuseum Potsdam
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Privatvideos sind dank Smartphones und sozialer Netzwerke Teil der heutigen Alltagskultur. Jeder Kinofilm kann auf DVD, Blu-ray oder über Video-on-Demand-Plattformen auch zu Hause gesehen werden. Dieses Phänomen ist jedoch nicht neu. Es knüpft an eine Tradition an, die vor 150 Jahren mit optischen Spielzeugen und Laterna magica-Shows für daheim begann.
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HOME MOVIE COME BACK schlägt Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart des Heimkinos – mit Ausstellung, Filmreihe und dem ersten HOME MOVIE DAY Brandenburg.
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Die Ausstellung unternimmt einen Streifzug durch die medienübergreifende Geschichte des Heimfilms. Von den vorkinematografischen Wurzeln werden Sie über die klassischen Formen ab den 1920er Jahren hin zu den gegenwärtigen HOME MOVIE-Kulturen geführt. Der auf Öffentlichkeit zielenden Arbeit ambitionierter Amateurfilmer/innen und politisch engagierter Video-Kollektive der Nachkriegszeit ist ein weiteres Kapitel gewidmet.
In einem nachempfundenen Wohnzimmer der 1960er Jahre begeben Sie sich in die Welt der Hobbyfilmerei. Filmausschnitte zeigen das Können der Amateure. Des Weiteren können Sie Filmtechnik aus sechs Jahrzehnten bewundern: Kameras, Tonbandgeräte, Klebeladen und vieles mehr.

Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR

Ein Buch von Ralf Forster; in der Reihe Audiovisuelles Kulturerbe, Band 3, hg. von Chris Wahl,
München: edition text + kritik 2018
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Die Studie untersucht einen wichtigen Bereich organisierter Freizeitbetätigung in der DDR. In 40 Jahren schufen rund 900 Amateure mehr als 10.000 Filme. Sie agierten zwischen staatlicher Förderung, Kontrolle und Reglementierung, erarbeiteten sich dennoch Freiräume und wirkten in die Öffentlichkeit hinein.
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Ihre Filme waren oft angepasst, formulierten aber auch Kritik, hatten Witz oder eine gute Geschichte und nahmen nicht selten Randständiges in den Blick. Insofern ist der Amateurfilm in der DDR ein Brennglas der damaligen Gesellschaft – mit ihrer Kulturpolitik und Ökonomie, den Möglichkeiten von Kunstausübung sowie den Sehnsüchten nach Austausch mit Gleichgesinnten und Selbstverwirklichung.
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Neben den politischen Rahmenbedingungen und Strukturen werden in dem Band die Produktions- und Rezeptionsseite genauso berücksichtigt wie die technischen Grundlagen und Ästhetiken der Amateurfilme. Fallstudien widmen sich einzelnen Studios und Filmemachern sowie Phänomenen des Forschungsfeldes wie etwa der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der Überwachung durch die Staatssicherheit. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Aufführungspraxis, wobei sowohl offizielle Festivals als auch interne Veranstaltungsformen aufgegriffen werden. Ein Schlusskapitel problematisiert die gegenwärtige Verwendung von DDR-Amateurfilmmaterial und zeigt Wege zur nachhaltigen Bewahrung und Edition dieses wichtigen Erbes auf.
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Die beigelegte DVD enthält 16 Beispiele des DDR-Amateurfilms, die erstmals für eine breitere Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Filme repräsentieren wesentliche Themen und ästhetische Kategorien der Gattung. Alle Beispiele werden im Buch näher analysiert.
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Die Edition erscheint im September 2018 und ist über den Verlag und den Buchhandel bestellbar.
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Buchpräsentation am Donnerstag, den 13. September 2018, um 18 Uhr, im Dokumentationszentrum Alltagskultur Eisenhüttenstadt.

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