Aktuell

Veranstaltung: Der Potsdamer Maler Hubert Globisch vor und hinter der Kamera

Sonntag, 23. Januar 2022, 11:00 Uhr, Matinee im Filmmuseum Potsdam, innerhalb der Reihe "Brandenburgs Filmerbe entdecken"

Buch: Heimkino auf Ozaphan. Mediengeschichte eines vergessenen Filmmaterials. Berlin: CineGraph Babelsberg 2020 (= Filmblatt-Schriften; 11)

Die Popularisierung des Heimkinos begann in den 1930er Jahren. Erstmals konnten sich breitere Bevölkerungskreise ein Kino zu Hause leisten. Einen wichtigen Anteil daran hatte der aus Cellophan hergestellte, schwer brennbare Ozaphan-Film.

Buch: Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR. München: edition text + kritik 2018

Das umfangreiche Buch von Ralf Forster untersucht einen wichtigen Bereich organisierter Freizeitbetätigung in der DDR. In 40 Jahren schufen rund 900 Amateure mehr als 10.000 Filme.

Buch: Die Kinderzeitschrift BUMMI. Vom Spielzeugland in die ostdeutsche Wirklichkeit. Reckahn 2017

Das Begleitbuch zur Ausstellung im Rochow-Museum Reckahn ist das Ergebnis der ersten umfassenden kulturwissenschaftlichen Untersuchung der Kinderzeitschrift BUMMI.

Veranstaltung: Der Potsdamer Maler Hubert Globisch vor und hinter der Kamera

Sonntag, 23. Januar 2022, 11:00 Uhr, Matinee im Filmmuseum Potsdam, innerhalb der Reihe "Brandenburgs Filmerbe entdecken"

Zu Gast: Hendrikje Beschnidt (Tochter von Hubert Globisch), Einführung: Dr. Ralf Forster (Filmmuseum Potsdam)

Der Potsdamer Maler und Kunstpädagoge Hubert Globisch hat neben zahlreichen Werken der bildenden Kunst und Fotografien auch Amateurfilme hinterlassen. Der gelernte Oberbuchhalter kaufte sich wohl 1939 eine Filmkamera – im damals neuen kleinsten Filmformat 8mm, drehte im privaten Rahmen und dokumentierte seine beruflichen Stationen, die eng mit dem jungen Medium Fernsehen verbunden sind: Berlin, Paris und ab August 1944 wieder Potsdam.

So erlebte er auch den verheerenden Luftangriff auf seine Heimatstadt am 14. April 1945 – und war der Einzige, der die Folgen unmittelbar und unter Gefahr im bewegten Bild festhielt. Globisch montierte die raren Aufnahmen später mit Szenen des Wiederaufbaus insbesondere der Nikolaikirche und legte sie unter dem schlichten Titel POTSDAM ins private Archiv. Der inzwischen im Bundesarchiv-Filmarchiv verwahrte Film ist 2020 digitalisiert worden; er erlebt nun nach längerer Zeit wieder eine öffentliche Aufführung.

Ein nicht minder seltenes Dokument ist der HFF-Abschlussfilm STELL DIR VOR, DU BIST EIN BAUM von 1982, in dem der heute bekannte Fernsehserien-Regisseur Bodo Schwarz (SOKO MÜNCHEN) den biografischen Spuren von Globisch folgt, insbesondere seine kunsterzieherischen Methoden freilegt und nicht zuletzt ein damals schon unkenntliches und heute verschwundenes Wandbild des Künstlers in Potsdam-West visuell bewahrt.